Die Kunst der Tradition: Unser Winzersekt – Klassische Flaschengärung
Die Herstellung unseres Winzersekts ist ein Bekenntnis zur Tradition und zur höchsten Qualität, denn wir verwenden ausnahmslos das anspruchsvolle Verfahren der klassischen Flaschengärung, auch als „Méthode Champenoise“ bekannt. Dieses Verfahren ist zeitintensiv und arbeitsaufwendig, bildet aber die unschlagbare Grundlage für die feingliedrige Perlage und das komplexe Aroma, das unseren Sekt auszeichnet.
Die lange Reifezeit auf der Hefe
Der Prozess beginnt damit, dass der sorgfältig ausgewählte Grundwein, der meistens aus einer einzigen Rebsorte stammt, zusammen mit der sogenannten „Tirage-Füllung“ in die Originalflasche gefüllt wird. Die Tirage-Füllung ist eine Mischung aus Zucker und Hefe. Danach wird die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen. Es folgt die zweite Gärung direkt in der Flasche. Dieser entscheidende Schritt, bei dem sich die feine Kohlensäure entwickelt und die Hefen langsam absterben, dauert mindestens zwölf Monate. Davon muss der Sekt zwingend und für die Qualität maßgeblich mindestens neun Monate „auf der Hefe liegen“ (die sogenannte Autolyse). Während dieser langen Hefelagerung (auch Reifung genannt) geben die abgebauten Hefezellen exquisite Aroma- und Geschmacksstoffe sowie Mannoproteine an den Sekt ab, die ihm seine charakteristische Cremigkeit, Fülle und Tiefe verleihen.
Das Rütteln (Remuage)
Nach der vorgeschriebenen Reifezeit muss der Hefetrub, der sich während der Gärung gebildet hat, entfernt werden. Hier kommt die traditionelle Handwerkskunst des Rüttelns ins Spiel. Über einen Zeitraum von mehr als einem Monat werden die Flaschen täglich auf speziellen Rüttelpulten (oder modernen Rüttelmaschinen) von Hand gedreht (Remuage) und mit dem Flaschenhals nach unten stufenweise immer steiler gestellt. Ziel dieses manuellen Drehens ist es, den Hefetrub allmählich und gleichmäßig in den Flaschenhals auf den Korken gleiten zu lassen – eine wichtige Voraussetzung für das spätere Degorgieren.
Das Entfernen des Hefepfropfens (Degorgieren)
Der Höhepunkt und Abschluss des Prozesses ist das Degorgieren (Entfernen des Hefepfropfens). Dazu wird der Flaschenhals mitsamt dem gesammelten Hefepfropfen in einem kalten Solebad tiefgefroren. Die Flasche wird sodann vorsichtig geöffnet, und der enorme Druck der im Sekt gelösten Kohlensäure schleudert den gefrorenen Hefepfropf, den sogenannten Pfropfen, explosionsartig heraus.
Die Dosage und das finale Vergnügen
Nach dem Degorgieren verliert die Flasche eine kleine Menge an Sekt, die sofort wieder aufgefüllt wird. In diesem Moment erfolgt auch die Zugabe der sogenannten Dosage – einer genau abgemessenen Menge einer in Wein gelösten Zuckerlösung (der Tirage). Diese bestimmt letztendlich die Geschmacksrichtung des Sektes (z. B. Brut, Extra Brut oder Trocken). Bei unserem Winzersekt besteht die Dosage in der Regel aus dem gleichen, hochwertigen Grundwein der verwendeten Rebsorte. Schließlich wird der nunmehr „fertige“ Sekt mit einem frischen Sektkorken verschlossen und mit der charakteristischen Agraffe (dem Drahtbügel) gesichert – und fertig ist das prickelnde Vergnügen, das die Wartezeit in vollem Umfang belohnt.